Warum ich mich durch Instagram selbst verloren hatte & (m)ein Weg aus der “Instagram-Depression”

Warum ich mich durch Instagram selbst verloren hatte & (m)ein Weg aus der “Instagram-Depression”

*Werbung, da Outfit ein geliehenes PR-Sample war

Guten Morgen ihr Lieben 🙂

Ich freue mich, dass ihr heute mal wieder bei einem ernsteren Thema vorbeischaut. Ich denke es ist lĂ€ngst kein Geheimnis mehr: Instagram schadet der Psyche und ist schlechte fĂŒrs eigene Selbstbewusstsein. Zahlreiche Studien haben diesen Zusammenhang inzwischen belegt.

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Instagram Depression ?!

Die Formel ist so einfach aber auch so trĂŒgerisch: Wir vergleichen in der App stets unser schlechtestes mit dem ausgewĂ€hlten Besten, verarbeiteten & gefiltertem Leben von Anderen – dabei kann man ja nur verlieren. Aber auch wenn uns das eigentlich bewusst ist, tappen wir dennoch oft in die Falle und sind mit unserem eigenen Leben  schließlich unzufrieden. Wir fĂŒhlen uns nicht gut genug.

Wichtig: Mit dem Begriff Instagram Depression ist ausdrĂŒcklich nicht eine Depression gemeint, die eine wirkliche klinische Behandlung nötig macht und eine ernstzunehmende Krankheit ist. Der Begriff der leicht irrefĂŒhrend ist, sich aber fĂŒr den Sachverhalt durchgesetzt hat meint die negativen Auswirkungen die social media (allen voran Instagram) auf das eigene SelbstwertgefĂŒhl haben kann. NatĂŒrlich können auch diese eine Depression verschlimmern, grundsĂ€tzlich ist zwischen beiden Begriffen jedoch zu differenzieren. 

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Ich glaube leider vor allem wir Frauen sind fĂŒr dieses Neid- & Konkurrenzdenken sehr anfĂ€llig und mal ehrlich: auf Instagram findet man mit nur zwei Klicks immer jemanden der schöner, schlanker und erfolgreicher ist als man selbst. Und damit startet manchmal ein zerstörerischer Kreislauf, denn das stĂ€ndige Vergleichen (und Verlieren) schadet unserem SelbstwertgefĂŒhl immens.

Auch mich machen diese GefĂŒhle manchmal fertig. Vor allem wenn es privat gerade eh schwierig ist und man down ist. Dann erwische ich mich dabei wie ich durch die App scrolle und neidisch/ eifersĂŒchtig auf alles und jeden bin. Ein GefĂŒhl dass unangenehm ist & dass ich mir eigentlich gar nicht so gerne eingestehe (LĂ€stern ist schließlich viel einfacher). Letztendlich ist es aber eine normale Empfindung, die durch selbstdarstellerische Apps wie Instagram eben sehr begĂŒnstigt ist.

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Ich glaube gegen die GefĂŒhle an sich kann man nichts machen, da sie einfach menschlich sind. Man kann aber entscheiden wie man mit ihnen umgeht und was man zulĂ€sst. Deswegen möchte ich euch einige Tipps mit auf den Weg geben, die mir in solchen Situationen helfen und die vielleicht auch euch helfen können, wenn ihr das nĂ€chste Mal vor dieser Spirale steht:

1.) Es ist nicht so wie es scheint

Wirklich ich schwöre es euch. Egal wie perfekt die Instagrambilder von jemandem aussehen & was fĂŒr ein beneidenswertes Profil er auch hat. Eines kann ich euch zu 100% versichern – ihr/ sein Leben ist nicht perfekt. Erstens kann ich es euch aus meiner persönlichen Erfahrung erzĂ€hlen: Ihr habt keine Ahnung was im letzten 3/4 Jahr bei mir teilweise los war & auf Instagram sieht trotzdem alles super schön aus. Zweitens kann ich es auch von anderen berichten. Ich habe schon so oft Leute total bewundert und war ein richtiges kleines Fangirl, bis ich hintenrum die krassesten Geschichten ĂŒber sie erfahren habe. Die ach so glĂŒckliche Familie ist gar nicht so glĂŒcklich, das MĂ€dchen mit den 20 Designertaschen hat sich dafĂŒr hoch verschuldet etc. 
 Ich weiß es ist es gar nicht so einfach, aber haltet euch immer vor Augen, dass niemand ein perfektes Leben hat und jeder mit seinen eigenen Problemen zu kĂ€mpfen hat.

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2.) Vergleicht euch nicht mit anderen

Ich glaube dieser stĂ€ndige unbewusste Vergleich ist das trĂŒgerischste an der Social Media Welt. Auch ich falle darauf super oft rein. Deswegen finde ich es extrem wichtig, sich immer wieder dafĂŒr zu sensibilisieren. Macht euch selbst darauf aufmerksam was ihr da gerade macht und versucht diese GedankengĂ€nge an den Wurzeln zu stoppen. Hört damit auf euch mit anderen zu vergleichen und schaut lieber auf euch selbst. Das geht nicht von einem Tag auf den anderen, aber wenn ihr immer wieder bewusst darauf achtet, wird es euch bald leichter fallen.

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3.) Nehmt es als Motivation & arbeitet an euch

Ich weiß es ist suuuuper schwer sich das einzugestehen, aber ein nicht unbetrĂ€chtlicher Teil des Neides rĂŒhrt von der Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben her. Bevor ihr aber anfangt Hater-Kommentare zu schreiben geht einmal tief in euch und ĂŒberlegt was ihr euch wirklich wĂŒnscht: Ihr wollt wieder mehr Sport machen und euch fitter fĂŒhlen? Ihr wollt beruflich durchstarten oder euch nebenberuflich etwas aufbauen? Ihr wollt Geld sparen um eine tolle Reise machen zu können? Leute dann macht das. Ihr könnt alles machen was ihr wollt. Letztendlich steht man sich dabei nur oft selbst im Weg. Ich weiß das weil es mir oft genauso geht. Also sucht euch ein Ziel, macht euch einen Plan & arbeitet daran es zu erreichen. 

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4.) Lebt im echten Leben

Ich kann verstehen, dass Instagram fĂŒr einige Blogger/ Influencer die wirklich davon leben unglaublich wichtig geworden ist, da sich um die Arbeit ja doch ein großer Teil des Lebens dreht. Aber fĂŒr uns alle anderen bleibt es was es ist: eine App. Und so sollten wir es meiner Meinung nach auch betrachten. Wir haben das Privileg uns nicht so sehr in eine App reinsteigern zu mĂŒssen. Ich habe keine Ambitionen dazu aus Instagram mehr als einen Nebenjob zu machen, da mich diese Welt nicht ausfĂŒllen wĂŒrde. Und ihr habt das auch. Deswegen geht raus und unternehmt was mit eurer Familie oder euren Freunden – das ist das echte Leben.

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Mein Wunsch an Blogger/ Influencer

Mein Wunsch an die gesamte Blogger-Welt wĂ€re, dass wir uns hier noch viel mehr der Verantwortung bewusst wĂ€ren, die wir gegenĂŒber unseren oft noch sehr jungen Followern tragen. Leider geht es bei Instagram sehr oft nur darum sein eigenes Leben möglichst begehrenswert erscheinen zu lassen & andere Bilder verkaufen sich mehr als schlecht. Dennoch wĂŒrde ich mir gerade in den Captions oder den Stories zumindest einen realistischeren Einblick wĂŒnschen, wenn die Bilder oft schon so gestellt sind. Leider bemerke ich auch hier oft, dass wann immer man versucht einen realistischeren Einblick zu geben, die Leute es oft gar nicht mitkriegen, weil sie die Captions nur ĂŒberfliegen. Deswegen denke ich, dass hier noch viel Sensibilierung notwendig ist und ich bin gespannt wie sich das Thema weiter entwickelt. Schreibt mir eure Meinung gerne in die Kommentare. xxx Anna

17 Kommentare

  1. Patty
    29. Juli 2018 / 10:27

    Ein ganz großes Lob fĂŒr diesen wundervollen Beitrag. Ich finde es wirklich bewundernswert das du so offen ĂŒber das Thema sprichst, denn ich glaube das machen viel zu wenige 🙂

    Liebe GrĂŒĂŸe,
    Patty

    • youcantellanybody
      Autor
      29. Juli 2018 / 11:54

      Vielen Dank fĂŒr deinen lieben Kommentar 🙂 der bedeutet mir echt viel. Ich merke immer wieder, dass es vielen MĂ€dels im Bezug auf social media Ă€hnlich geht wie mir. Deswegen wollte ich einmal versuchen meine GefĂŒhle in einen Artikel zu packen. xxx

  2. 29. Juli 2018 / 14:30

    Gut geschriebener Beitrag. Gerade den dritten Punkt finde ich wichtig; die Arbeit am eigenen Leben, die bewusste Gestaltung seines Schicksals und die Verantwortung fĂŒr sich selbst zu ĂŒbernehmen macht so manches StĂŒck Kohle zu einem Diamanten. Deswegen kann ich mich bei Instagram fĂŒr andere freuen und mich inspirieren lassen, bestimmte Dinge ausprobieren, wie eine Reise, ein Restaurant, oder einen neuen Style.
    Dies ist jedoch ein bewusster Umgang mit der App und nicht der gelangweilte Griff zum Smartphone, nur weil man nix zu tun hat oder gar aus Reflex. Denn dann macht Instagram richtig Spass!

    Liebe GrĂŒĂŸe,
    Alexander

    • youcantellanybody
      Autor
      2. August 2018 / 17:02

      Lieber Alexander, vielen Dank fĂŒr deinen lieben Kommentar 🙂 fĂŒr mich war es auch das wichtigste den Umgang mit der App wieder bewusster zu gestalten und nicht mehr einfach so stĂ€ndig zum Handy zu greifen – so macht es echt wieder mehr Spaß. xxx

  3. 29. Juli 2018 / 19:41

    Dein Look ist ja wieder richtig cool!

    Meinen Insta Account habe ich schon vor Monaten gelöscht und vermisse ihn ĂŒberhaupt nicht. Mir war das zu viel Zeit, Druck und Stress, die ich in diese App investiert habe :-*

    viele liebe GrĂŒĂŸe
    Melanie / Goldzeitblog

    • youcantellanybody
      Autor
      2. August 2018 / 17:02

      Hey meine Liebe 🙂 Stimmt das hattest du bereits berichtet 🙂 Ich finde das eine echt coole Entscheidung, ich kann mich aktuell allerdings noch nicht davon lösen. xxx

  4. 29. Juli 2018 / 21:26

    Wahre Worte Liebes 😘
    Du hast so recht đŸ‘đŸ»

    Lg Carina 💕

    • youcantellanybody
      Autor
      2. August 2018 / 17:03

      Vielen Dank fĂŒr deinen lieben Kommentar ! xxx

  5. 30. Juli 2018 / 7:45

    Liebe Anna,

    das hast Du auf den Punkt gebracht. Klar ist fĂŒr einige Instagram wichtig, um die Leute auf den Blog zu bekommen.
    Aber auf Instagram findet nicht das richtige Leben statt. So viele ist einfach nur Fake. Und wenn man Bilder aus dem richtigen Leben postet, will die auch keiner sehen.
    Ich selbst habe beschlossen, dass ich Instagram zwar nutze, aber bei weitem nicht mehr so oft und viel wie vor einiger Zeit. Die Follower-Zahlen gehen bei mir eh nicht hoch, also was soll’s. Und ich möchte Spaß bei dem haben, was ich tue. Und das heißt nicht, dass ich ununterbrochen in einer App like und kommentiere.

    Viele liebe GrĂŒĂŸe,

    Tabea
    von tabsstyle.com

    • youcantellanybody
      Autor
      2. August 2018 / 17:04

      Liebe Tabea, das hast du echt schön zusammengefasst. Die Zeiten wo ich noch gerne Stunden in der App verbracht habe sind fĂŒr mich auch lĂ€ngst vorbei. Aber wie du schon richtig bemerkt hat. Es ist eben mittlerweile Business und gehört iwie zum Bloggen. Auch ich hab leider noch keinen Weg gefunden es zu umgehen. xxx

  6. 30. Juli 2018 / 12:07

    Hey liebe Anna,

    echt toll, dass du das Thema ansprichst, denn wie du schon sagst, Instagram beeinflusst und kann negative Reaktionen hervorrufen. Ich sehe das ganze mit einem gewissen Abstand. Immer wird es jemanden geben, der besser ist (zumindest denkt man das). Aber wichtig ist einfach, dass man mit sich selbst zufrieden sein muss. Das ist das Wichtigste. Es gibt MĂ€dels die haben 20 Designertaschen – dafĂŒr fehlt ihnen das Geld vielleicht fĂŒr den Urlaub oder die wohnen auf 50qm. Nach dem Kauf 20 Zara Taschen hab man einfach viel mehr gespart. Man muss es positiv sehen. Es gibt MĂ€dels die haben einen super Body – na und? SafĂŒr esse ich was ich will, auch wenn ich etwas mehr Fettanteil habe. Vor Kurzem habe ich erst gesehen, wie eine deutsche Sportbloggerin einfach einen super Photoshop Fail gepostet hat. So war meine Bewunderung sofort dahin und ich sehe, dass wir alle nur Menschen sind, die das Beste von sich zeigen wollen. Und vieles ist eben nicht real.

    Ich fĂŒr meinen Teil liebe Editorial Bilder, wo etwas vielleicht auch einfach unreal ist. Aber das liegt einfach daran, dass ich aus der Werbebranche komme und diese Art von “Kunst” mag. Man muss das ganze professionell sehen, denn es gibt eigentlich nur noch Influencer auf Instagram und Jungs und MĂ€dels, die eigentlich nur Geld verdienen wollen…

    Liebe GrĂŒĂŸe
    Katja

    http://www.cestlevi.blog | Follow me on Instagram

    • youcantellanybody
      Autor
      2. August 2018 / 17:07

      Liebe Katja 🙂 Danke fĂŒr deinen super langen und interessanten Kommentar 🙂 Das mit dem Abstand ist eine richtig gesunde Einstellung und ich versuche das immer mehr auch fĂŒr mich zu gewinnen. Auf Instagram ist einfach so vieles Fake. Wie du schon sagst, es gibt einfach Leute, die dort nur noch Geld verdienen wollen – was ja auch legitim ist, da der Markt eben vorhanden ist. Aber gerade wegen dieser Entwicklung muss man sich da eben etwas zurĂŒcknehmen. Mir persönlich gefallen deine Editorials ĂŒbrigens super gut 🙂 xxx

  7. 30. Juli 2018 / 13:54

    Hallo Liebes, ich finde es so wunderbar das du dich dieser Thematik an nimmst und es pro aktiv ansprichst. Gerade mit deiner Reichweite ist das sinnvoll! Ich hoffe viele erkennen den Wert hierin😊 Liebe GrĂŒĂŸe Eileen

    • youcantellanybody
      Autor
      2. August 2018 / 17:07

      Vielen Dank fĂŒr deinen lieben Kommentar 🙂 Das hoffe ich auf jeden Fall auch. xxx

  8. 31. Juli 2018 / 14:55

    Ein super toller Bericht: Man muss das reale Leben und das wahre Leben unterscheiden können. Es dreht sich bei vielen nur nach Perfektion. Ohne Filter und Photoshop ist eh keine Story oder Post mehr möglich. Das finde ich traurig und ist fast schon krankhaft, wie manche MÀdels ihren Körper schmaler machen, um Insta zu gefallen. Ich hatte diesen Vorfall erst selber am Wochenende erlebt: Ich habe mit einer Bekannten ein paar Bilder zusammen gemacht und sie hat promt ihre Figur gephotoshopt und es nach 5 Minuten in ihrer Story und spÀter als Post geteilt. Sie hatte eine unfassbare Vespentaille, die in der RealitÀt so nicht zu finden ist. Man muss sich noch selbst treu bleiben und nicht allen Beauty Trends nachgehen.

    Beste GrĂŒĂŸe

    Inessa

    • youcantellanybody
      Autor
      2. August 2018 / 17:08

      Vielen Dank fĂŒr deinen Kommentar 🙂 Da hast du leider recht. Wirklich traurig wenn man bedenkt, was fĂŒr Auswirkungen das auf das KörpergefĂŒhl noch jĂŒngerer MĂ€dchen hat … xxx

  9. 31. Juli 2018 / 18:13

    Ohja Instagram und allgemein Social Media kann wirklich belastend sein – gerade bei noch jĂŒngeren MĂ€dels stelle ich mir das heutzutage echt schwierig vor…
    Aber wie du schon sagst: es ist nie alles so perfekt wie es aussehen mag. Und das vergleichen ist glaube ich immer automatisch drin – da hilft es auf jeden Fall, wenn man wieder zurĂŒck auf dem Boden kommt und erkennt was wirklich wichtig ist 🙂

    Xxx
    Tina

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