thoughts // Warum wir unser Konsumverhalten auf Instagram überdenken müssen

thoughts // Warum wir unser Konsumverhalten auf Instagram überdenken müssen

*Werbung, da Markennennung (keine Kooperation) 

Guten Abend ihr Lieben 🙂

Ich freue mich, dass ihr wieder auf dem Blog vorbeischaut, da ich meine Reichweite hier heute mal für etwas nutzen möchte, dass mir in letzter Zeit immer bedenklicher erscheint und für das ich auch euch etwas sensibilisieren möchte: das Kaufverhalten auf Instagram.

“Ein typischer Abend: Ich schaue ein wenig bei Instagram-Stories durch. Hier ein NAKD-Haul, hier das Unpacking eines Zara-Pakets und yuhu meine Asos-Bestellung ist endlich da – and so on.”

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Mir ist wichtig gleich zu Beginn des Posts besonders zu betonen, dass sich dieser Blogpost absolut nicht an eine Einzelperson richtet, sondern generell gemeint ist, da mir diese Entwicklung immer mehr auffällt. Zudem will ich natürlich niemanden verurteilen, da grundsätzlich jeder selbst entscheiden kann wie er leben möchte und was ihn glücklich macht. Ich möchte hier nur auf etwas aufmerksam machen, dass wir meiner Meinung nach bis jetzt als zu selbstverständlich hinnehmen und damit vielleicht auch euch ein bisschen zum Nachdenken anregen.

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Klar Shoppen ist schon lange vom wirklichen Brauchen zu einer Freizeitbeschäftigung mutiert und Samstag mit den Freundinnen in die Stadt losziehen mittlerweile eine adäquate Wochenendgestaltung. Ich will mich hier auch gar nicht von meiner eigenen Kritik ausnehmen, da ich selber auch DEUTLICH mehr Klamotten habe, als ich wirklich brauche (also auch Teil des Problems bin).

Dennoch bemerke ich, wie ich mich in letzter Zeit immer mehr mit  Themen wie Minimalismus, Capsule Wardrobe und bewusstem Konsum auseinandersetze. Schon lange bin ich der Meinung, dass bewusstes und hochwertiges Shoppen viel glücklicher macht als jedes Wochenende bei H&M, Zara & Co über die Stränge zu schlagen (nicht, dass mir das nicht auch mal passiert) und versuche meinen persönlichen Kleiderschrank immer mehr darauf auszurichten.

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Gerade beim gemeinsamen Umziehen ist mir mehr als jemals vorher aufgefallen, wieviel unnötigen Kram man doch besitzt und wie erleichternd es sein kann sich von diesem zu trennen. Etwa zeitgleich habe ich auch ein sehr interessantes Buch erhalten, welches mich dazu angeregt hat, mich noch mehr mit diesen Themen zu beschäftigen. Ich bin noch nicht ganz durch, werde sobald ich es gelesen habe aber sicher immer mal wieder etwas mit euch teilen.

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Schwierig finde ich es aktuell, dass es für Blogger mittlerweile scheinbar “Pflicht” geworden ist, ständig etwas Neues zu tragen. Auch ich bin hier oft zwiegespalten: manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass Klamotten nachdem ich sie einmal auf einem Bild gezeigt habe dann “verbraucht” sind &  schlechter ankommen, weil die Leute wieder etwas Neues sehen wollen. Das finde ich schade, da es in meinen Augen auch eine Kunst ist, seine Lieblingsstücke immer wieder neu zu kombinieren. Deswegen als Bilder zu diesem Blogpost auch viele Bilder von mir in dem gleichen Kleid – anders kombiniert.

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Grundsätzlich würde ich mir wünschen, dass statt Fast Fashion auch wieder andere Aspekte von Mode, wie z.B. Zeitlosigkeit, bei uns Bloggern wieder mehr im Fokus stehen. So sind für mich persönlich nicht nur die neuesten Trend spannend, sondern auch wie man diese mit dem was schon im Kleiderschrank ist umsetzt oder wie man alte Lieblingsspieces neu kombinieren kann.

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Ich fände es toll wenn sich mehr von uns auf sowas besinnen würden und werde auf jeden Fall versuchen mein Konsumverhalten noch mehr zu überdenken und einzuschränken. Schließlich sollten wir auch nicht vergessen, dass unsere Follower teilweise noch jünger sind als wir und ihnen durch die ständigen #Unpackings & #Hauls ein unrealistisches Konsumverhalten gezeigt wird, dass meiner Meinung nach schnell zu Unzufriedenheit führen kann.

Ich würde mich wirklich freuen, wenn ihr mir eure Meinung zu diesem Thema schreibt.

xxx Anna

 

8 Kommentare

  1. 23. Mai 2018 / 19:47

    Da gebe ich dir völlig Recht. Da ich letztes Jahr beschlossen habe, nur dann etwas zu kaufen, wenn ich es auch brauche, ist mein Kaufverhalten deutlich besser geworden. Außerdem habe ich in den letzten Monaten meinen Kleiderschrank halbiert und bin damit richtig glücklich.

    Beim Bloggen finde ich es wichtig, dass man mehrere Looks mit einem Teil zeigt und nicht ständig irgendwas neues präsentiert, denn es ist nicht nachhaltig :-*

    viele liebe Grüße
    Melanie / http://www.goldzeitblog.de

    • youcantellanybody
      Autor
      24. Mai 2018 / 23:13

      Vielen Dank für deinen Kommentar liebe Melanie, das ist auf jeden Fall eine mega vernünftige Herangehensweise – ich wünschte ich wäre auch schon so weit. Ich würde mich in Zukunft hier auf jeden Fall bemühen mehr Stücke immer wieder mit einzubinden. xxx

  2. Anna
    25. Mai 2018 / 13:08

    Ich finde, dass du Recht hast mit deinen Gedanken. Allerdings bist du doch diejenige, die die Vorbildrolle vieler (junger) Frauen einnimmt und genau das Verhalten vorlebt, das du hier in deinem Post kritisierst. Mag sein, dass du auf hochwertige Ware Wert legst, allerdings produzieren auch teurere Marken meistens zu schlechten Bedingungen. Und man sieht dich leider auch quasi jede Woche beim Shoppen, was ja eigentlich nicht mit deinen Denkansätzen vereinbar ist. Auch der Starbucks Plastikbecher auf deinem Bild zu diesem Post ist etwas widersprüchlich, findest du nicht?
    Es ist gut, dass du auf solche Misstände unserer Gesellschaft aufmerksam machen willst, dennoch finde ich, dass Personen wie du, die ihre Social Media Präsenz komplett auf unserer Konsumgesellschaft aufbauen, in gewisser Weise Teil des Ursprungs dieses Problems sind.

    • youcantellanybody
      Autor
      25. Mai 2018 / 22:10

      Hey meine liebe 🙂 erstmal vielen Dank für deinen Kommentar. Dass gerade auch Blogger wie ich, “Schuld” an diesem falschen Bild haben schreibe ich im Post ja selbst. Dennoch ist es eben eine Entwicklung und ich finde es falsch, dass nur Leute die in sowas schon “perfekt” sind über solche Themen schreiben dürfen. Ich meine wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein. Solche Entwicklungen sind immer auch Prozesse und der heutigen Zeit kann man sowas vermutlich gar nicht zur Perfektion bringen. Darum geht es mir letztendlich auch gar nicht, sondern einfach darum reflektierter und jeden Tag ein bisschen besser zu sein. Und glaub mir wenn ich mein Shoppingverhalten mit 20 mit dem von jetzt vergleiche dann hat sich da so einiges geändert. Klar produzieren auch hochwertige Marken unter schlechten Bedingungen, in diesem Post ging es mir aber auch vor allem an die Message die man mit diesem Konsumverhalten an Jüngere sendet. xxx

  3. 31. Mai 2018 / 12:26

    Danke für deine Meinung. Mich nerven diese Unboxings, Hauls, etc. in den Storys auch. Deshalb mache ich das schon gar nicht mehr.

    Liebe Grüße,
    Saskia Katharina

    • youcantellanybody
      Autor
      2. Juni 2018 / 16:30

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Da kann ich dir nur zustimmen. Ich mache sowas auch nur noch super selten, weil ich es mittlerweile einfach zu viel finde. xxx

  4. 10. Juni 2018 / 16:25

    Sehr interessant und schön wie du hier deine Gedanken teilst! Ist ein wichtiges Thema.

    • youcantellanybody
      Autor
      12. Juni 2018 / 18:23

      Vielen Dank Andrea, freut mich, dass dir der Blogpost gefällt. xxx

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