1/2 Jahr Bloggen – mein persönliches Fazit

Hallo ihr Lieben 🙂

Gut ein halbes Jahr ist es nun her, dass ich mir quasi in einer Nacht und Nebelaktion meinen eigenen Blog erstellt habe. Welche Erfahrungen ich seitdem gemacht habe möchte ich in diesem Post mit euch teilen (Hier habe ich euch schon berichtet, was ich durch das Bloggen für mein Leben gelernt habe):

1. no risk no fun baby

Ich bin generell ein Mensch dem Sicherheit sehr wichtig, manchmal wohl auch zu wichtig. Grundsätzlich traue ich mich nämlich eher weniger, wenn ich die Folgen nicht  zu 110% abschätzen kann. Anfang 2017 stand ich (nach ca. einem aktiven Jahr auf Instagram) vor der Entscheidung ob ich meinen Nebenjob in der Gastronomie und damit mein sicheres Nebeneinkommen für das Bloggen erstmal auf Eis lege. Ich wusste einfach Uni, Instagram und dazu dann noch einen Blog schaffe ich auf diesem Level nicht mehr weiter, wenn ich nebenbei noch kellnere. Für viele mag das jetzt nicht nach einer riesigen Entscheidung klingen, aber ich habe wirklich lange mit mir gehadert. Letztendlich habe ich es mich doch getraut und bin mit meiner Entscheidung momentan sehr sehr happy. Von seinem Hobby zumindest teilweise leben zu können (als Studentin unterstützen mich meine Eltern auch noch finanziell) ist wirklich ein kleiner Traum für mich.

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2. time flies when you’re having fun

Hier wären wir auch schon beim nächsten Punkt: die Zeit. Ich hätte wirklich nie niemals geglaubt wieviel Zeit so ein Blog in Anspruch nimmt. Klar habe ich das schon in vielen anderen Posts gelesen, aber um ehrlich zu sein habe ich das immer als Jammern abgetan. Als ich dann selber mit meinem Blog gestartet bin war ich wirklich erstmal geschockt als ich gemerkt habe wie schwierig und aufwändig alles ist. Ich wollte am liebsten sofort wieder das Handtuch werfen. Im Nachhinein bin ich aber froh, dass ich drangeblieben bin. Mittlerweile hat sich für alles eine gewisse Routine gefunden. Klar habe ich mit 4-5 Posts pro Monat noch ein deutlich steigerbares Pensum, allerdings bin ich echt stolz, dass ich es dennoch schaffe auch in stressigen Zeiten regelmäßig Posts online zu stellen. Gerade auch mit dem Hintergedanken, dass für mich immer mein Studium an erster Stelle steht.

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3. hard work pays off

An dieser Stelle ein Tipp, den ich als immer noch relativer Blogger-Neuling anderen noch neueren Bloggern geben möchte: ein Blog braucht Zeit um zu gedeihen und es lesen nicht von heute auf morgen tausende Leute eure Artikel. Lasst euch bitte nicht von zunächst fehlenden Lesern oder ausbleibenden Kooperationsangeboten entmutigen. Wenn ihr wirklich bloggen wollt und euer Herzblut in die Sache steckt wird sich das alles nach und nach entwickeln. Und noch ein Tipp: hört nicht so viel auf die Aussagen anderer – die meisten übertreiben oft maßlos um selber besser dazustehen.

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4. blogger babe

Die Stadt aus der ich komme hat nichtmal 5.000 Einwohner, auf Instagram folgen mir zurzeit gut 55.000 Menschen. Schon als ich damit begonnen habe war mir klar, dass die Leute irgendwann darüber reden würden, schon allein weil Bloggen in meiner Umgebung einfach kein normales Hobby ist. Was mir aber nicht klar war – ein Blog ist für viele irgendwie noch viel “mehr” als Instagram. Ich schreibe hier bewusst mehr, weil es sich ins Positive und ins Negative ausgewirkt hat. Die die vorher gelästert haben lästern jetzt eben noch mehr, natürlich ist man gerade durch längere Texte auch angreifbarer. Was mich aber dagegen sehr freut: viele sprechen auch ihre Bewunderung & Anerkennung offen aus – ich finde es immer total schön wenn Leute sowas machen und freue mich riesig <3

5. papa don’t preach

Ein Punkt der mir dagegen oft etwas zu schaffen macht ist das teilweise Unverständnis meiner Familie meinem Blog gegenüber. Obwohl meine Mama mich super viel beim Bilder machen unterstützt und sieht wieviel Arbeit ich in alles stecke, bekomme ich von meiner Familie oft das Gefühl vermittelt ich würde “Nichts” tun. Ich habe sogar das Gefühl als ich noch gekellnert habe, habe mehr Wertschätzung für meine Tätigkeit erhalten, obwohl ich damals nicht annähernd soviele Stunden die Woche gearbeitet habe. Aber ich schätze es ist wohl normal, dass ältere Generationen nicht genau verstehen, was man da macht. Ich muss mich also wohl schlichtweg damit abfinden, auch wenn man sich natürlich immer Anerkennung für seine Arbeit wünscht.

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Kleid {Shein – *Pr Sample}

Tasche {New Yorker – alt}

Haarband {Vintage}

schwarze Mules {La Strada – alt}

6. the scariest moment is always just before you start

Weiter oben habe ich ja schon beschrieben, dass mich das Bloggen am Anfang überfordert hat und ich mir schnell unsicher war, ob ich es weitermachen möchte. Nachdem ich nun aber eine gewisse Routine entwickelt habe, muss ich sagen es macht mir mittlerweile mindestens ebenso viel Spaß wie Insta (eventuell sogar mehr). Denn obwohl ich es liebe für unsere liebste foto sharing app dem perfekten Schnappschuss hinterherzujagen, liebe ich es mittlerweile auch hier eine längere Geschichte zu erzählen und euch mein Innerstes zu zeigen. Beim Bloggen geht es nicht um die oberflächliche Inszenierung eines Moments, sondern darum eine Geschichte zu erzählen. Darüber hinaus hat mir das Bloggen wieder sehr verdeutlicht, wieviel Spaß es mir macht zu schreiben. Ein großer Traum von mir wäre tatsächlich einmal ein Buch zu schreiben – mal sehen ob das irgendwann klappt 🙂

Alles in allem seht ihr also ganz gemischte Erfahrungen die ich in meiner bis jetzt ja noch sehr kurzen Bloggerzeit machen durfte. Mir ist es aber besonders wichtig hier auch ein realistisches Bild zu zeigen, denn auch in der Bloggerwelt ist nicht alles immer nur rosa (im Gegensatz zum Himmel auf meinen Bildern :D).

Mich würde abschließend noch interessieren, ob ihr bloggt und was ihr dadurch für Erfahrungen machen konntet?

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende ! xxx Anna

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